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Leitstelle Nürnberg
Bei Unfall auf der BAB 3 tödlich verletzt

ALTDORF/WINKELHAID (Lkr. Nürnberger Land - DB3) - Am 20.07.2010 wurden die die Freiwilligen Feuerwehren aus Altdorf, Feucht Schwarzenbruck und Winkelhaid sowie die Berufsfeuerwehr Nürnberg zu einem schweren Verkehrsunfall mit drei LKWs alarmiert. Einsatzstelle war die BAB 3 zwischen dem Autobahnkreuz Altdorf und dem Autobahnkreuz Nürnberg.

Nach Ermittlungen der Polizei mussten zwei Lastkraftwagen verkehrsbedingt anhalten. Ein dritter fuhr auf die beiden stehenden LKWs auf und schob die Fahrzeuge zusammen. Bei dem Aufprall verschoben sich die geladenen Betondeckenteile des Unfallverursachers, rissen die Kabine aus der Verankerung und führten zu einer extremen Verformung des Führerhauses. Hierbei wurde der Fahrer schwerst eingeklemmt. Die zuerst eintreffende Feuerwehr aus Altdorf sicherte die lose Kabine mittels Ratschengurten und einem Holzunterbau. Dann folgte ein Erstzugang für den Rettungsdienst.

Um die Kabine zusätzlich zu sichern, wurde der Kranwagen der Berufsfeuerwehr Nürnberg in Stellung gebracht und das extrem instabile Führerhaus angehängt. Die Kräfte aus Winkelhaid und Nürnberg unterstützten die Altdorfer Bemühungen. So standen am Ende im Bereich der Fahrerseite zwei Rettungsplattformen, fünf Hydraulikaggregate mit Scheren, Spreizer, Rettungszylindern und Zubehör zur Verfügung.

Um den hochstehenden Anhänger mit den verschobenen Betonteilen zu sichern, wurde von den Feuerwehren aus Feucht und Schwarzenbruck eine Behelfskonstruktion mit Hilfe von Baustützen, Rüstholz und Ratschengurten errichtet. Nach den Sicherungsmaßnamen legten die beiden Wehren einen weiteren Ablageplatz im Bereich der Beifahrerseite an. Hier standen eine Rettungsplattform und drei Hydraulikaggregate mit Scheren, Spreizer, Rettungszylindern und Zubehör zur Verfügung. Die Geräte wurden dann parallel von beiden Fahrzeugseiten eingesetzt.

Dieser immense Geräteinsatz wurde notwendig, da aufgrund der abgerissenen Kabine keine Widerlager für das hydraulische Rettungsgerät vorhanden waren. Dadurch konnten die eingesetzten Zylinder ihre Kraft kaum entfalten und kein Blech verdrängen. Der Versuch über die Kabinenrückwand einzudringen musste abgebrochen werden, da das Fahrerhaus so unter Spannung stand, dass es zu unkontrollierten Bewegungen kam.

Erst der kombinierte Einsatz von bis zu sechs Rettungszylindern, zwei Spreizern und zwei Rettungsscheren gleichzeitig auf engstem Raum führte zur Befreiung des Fahrers. Mithilfe eines Rettungsbrettes konnte er aus seinem LKW gerettet werden. Leider verstarb er wenige Minuten später noch an der Einsatzstelle. Nach den Rettungsarbeiten wurden die Feuerwehren nach und nach herausgelöst und die Einsatzstelle an das THW Lauf, ein Bergeunternehmen und die Autobahnmeisterei übergeben.

Während der Rettungsarbeiten kam es im Einsatzgebiet der Feuerwehr Altdorf zu einem PKW-Brand. Da alle Kräfte gebunden waren wurden die Feuerwehren aus Leinburg und Diepersdorf alarmiert. Einsatzstelle war hier die BAB 6 kurz vor dem AK Altdorf in Fahrtrichtung Heilbronn. Als die Kräfte eintrafen, hatten Beamte der VPI Feucht das Feuer mit einem Feuerlöscher bereits gelöscht.

Eingesetzte Kräfte:
KBR Thiel, KBI Schlerf, KBM Kölbl
FF Altdorf mit 120/40/1, 120/40/2, 120/61/1
FF Feucht mit 138/10/1, 138/40/1, 138/40/2, 138/61/1, 138/50/1, 138/81/81 + VSA
FF Schwarzenbruck mit 150/40/1, 150/50/1
FF Winkelhaid mit 155/47/1, 155/11/1
BF Nürnberg mit ELW (2/12/1), RW (4/61/1), KW 50 (4/64/1)
Rettungsdienst 2 RTW, KTW, NEF, ELRD, RTH
VPI Feucht mit mehreren Streifen, Polizeihubschrauber
THW OV Lauf
Unfallsachverständiger
Bergeunternehmen
Autobahnmeisterei


Bericht und Einsatzfotos: FF Feucht


Altdorf, 20.07.2010 - Heute Mittag kam es auf der BAB 3 zwischen dem Autobahnkreuz Altdorf und dem Autobahnkreuz Nürnberg auf Höhe der Ortschaft Brunn in Fahrtrichtung Würzburg zu einem Verkehrsunfall. Ein 41-jähriger Kraftfahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Gegen 12:30 Uhr mussten die Führer zweier Lastkraftwagen verkehrsbedingt anhalten. Der 41-jährige Oberpfälzer erkannte dies möglicherweise zu spät und fuhr mit seinem 40-Tonner auf den ihm vorausfahrenden bosnischen Lkw auf.  Dieser wurde nach vorne auf einen rumänischen Sattelzug geschoben. Aufgrund des Unfalles bewegte sich die Ladung (Betondeckenteile) des Unfallverursachers in Richtung Führerhaus. Der Fahrzeugführer wurde eingeklemmt und musste mit Hilfe der Berufsfeuerwehr Nürnberg aus seinem Fahrzeug geborgen werden. Der vor Ort eingesetzte Notarzt und Rettungskräfte versuchten vergeblich, den Mann zu reanimieren. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Zur Klärung der Unfallursache ordnete die Staatsanwaltschaft Nürnberg die Hinzuziehung eines Sachverständigen an und ließ die Fahrzeuge sicherstellen. Es entstand Sachschaden von über 100.000 Euro. Die Richtungsfahrbahnen blieben zur Rettung und Bergung der Unfallbeteiligten für mehrere Stunden gesperrt. Entsprechende Ableitungs- sowie Umleitungsempfehlungen wurden veranlasst.

Bericht: Polizeipräsidium Mittelfranken