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Nov 11

Einsätze - Einsätze LKR Nürnberger Land

Feucht (Lkr. Nürnberger Land - DB3), 03.11.2011 - Heute Morgen ereignete sich im Einfahrtsbereich der Tank- und Rastanlage Feucht-Ost (BAB 9) ein schwerer Auffahrunfall. Ein 64-jähriger Fahrzeugführer erlitt schwere Verletzungen.

Gegen Mitternacht fuhr ein 35-jähriger italienischer Kraftfahrer in die Rastanlage Feucht in Fahrtrichtung Berlin ein, um dort seine Ruhezeit einzubringen. Dazu parkte er seinen Sattelzug am Ende des Verzögerungsstreifens zur Rastanlage, schaltete seine Warnblinkanlage ein und legte sich schlafen. Gegen 05.30 Uhr wollte ein 64-jähriger, in Hessen wohnhafter Kraftfahrer, ebenfalls mit einem Sattelzug in die Rastanlage einfahren. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr er dabei leicht versetzt mit seiner Sattelzugmaschine auf den Auflieger des stehenden Fahrzeuges auf. Durch den Aufprall wurde der 64-Jährige in seinem stark deformierten Führerhaus eingeklemmt und musste von Kräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Feucht und Moosbach gerettet werden.

Schwer verletzt musste er durch den alarmierten Rettungsdienst in eine Nürnberg Klinik eingeliefert werden. Der Italiener, der sich zum Zeitpunkt des Unfalles in seinem Fahrzeug befand, wurde durch den Aufprall aus seiner Schlafkabine geschleudert und dabei leicht verletzt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde ein Sachverständiger hinzugezogen und beide Fahrzeuge sichergestellt. Die Einfahrt zur Rastanlage war über mehrere Stunden gesperrt.

Für die Zeit der Bergung der verunfallten Sattelzüge mit schwerem Gerät musste zudem der rechte Fahrstreifen in Fahrtrichtung Berlin zeitweise gesperrt werden. Bei dem Unfall entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden von ca. 125.000 Euro. Gegen beide Fahrzeugführer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der 35-jährige italienische Kraftfahrer muss sich wegen fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr verantworten, der 64-Jährige Lkw-Lenker wird wegen fahrlässiger Körperverletzung zur Anzeige gebracht.

Bericht: Polizeipräsidium Mittelfranken