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07
Nov 11

Herzogenaurach, 04.11.2011 - Am Freitagnachmittag wurden die Feuerwehren im Dienstbereich 2/2 (Herzogenaurach) und das Technische Hilfswerk OV Baiersdorf zu einem nicht alltäglichen Einsatz alarmiert:

In einem Reitstall bei Herzogenaurach war ein krankes Pferd mitten in der Boxengasse einer Reithalle zusammengebrochen. Dem 27 Jahre alten Wallach war es nicht mehr möglich, aus eigener Kraft wieder aufzustehen. Da alle Versuche durch den Besitzer, das Pferd auf die Beine zu bekommen, misslangen, bat dieser um Hilfe bei der Feuerwehr.

Kurz nach 15:00 Uhr wurden die Wehren aus der Stadt Herzogenaurach, Falkendorf und Münchaurach sowie das THW OV Baiersdorf mit dem Stichwort „Großtierrettung“ alarmiert. Da der Einsatz einer Drehleiter zum Anheben des Pferdes auf Grund der örtlichen Gegebenheiten nicht möglich war, entschied man sich für den Einsatz von Kettenzügen. Während die Vorbereitungen für diesen aufwendigen Materialeinsatz durch Einsatzkräfte des THW getroffen wurden, betreute parallel bis zum Eintreffen der Tierärztin Frau Andrea Baier ein Feuerwehrkamerad gemeinsam mit Tierpflegern das Pferd.

Nachdem das THW mit einem Gerätekraftwagen, einem Unimog-Kran sowie mit einem Versorgungsfahrzeug weitere Rüsthölzer und ein Hebegeschirr an die Einsatzstelle gebracht hatten, konnten die notwendigen Arbeiten für eine schonende Rettung des Tieres in der engen Boxengasse beginnen. Zu diesem Zweck wurde die Einsatzstelle an das Technischen Hilfswerk übergeben. Während der Rüstzug der FF Stadt Herzogenaurach einrückte, verblieb je eine Löschgruppe der FF Münchaurach und der FF Falkendorf an der Einsatzstelle.

In Zusammenarbeit mit dem THW- und dem Feuerwehrpersonal wurde in einer fast einstündigen Arbeit Rüsthölzer und Gerüstbauteile an der Stalldecke angebracht, um stabile Lastaufnahmepunkte für zwei Kettenzüge zu schaffen. Im Anschluss wurde das Hebegeschirr am Pferd vorsichtig angelegt. In Absprache mit der zwischenzeitlich eingetroffenen Tierärztin wurde das Pferd langsam angehoben und wieder auf seine eigenen Beine gestellt. Im Anschluss wurde der Kreislauf des Tieres mit Medikamenten und einer Infusion (fünf Liter Kochsalzlösung) stabilisiert. Nach kurzer Verweildauer und einer Stärkung mit Kraftfutter konnte der Wallach aus eigener Kraft wieder stehen. Nachdem das Pferd selbstständig in seine Box gelaufen war, konnte die Hebeeinrichtung wieder zurückgebaut werden. Der Einsatz war für die Rettungskräfte gegen 18:30 Uhr beendet.

Eingesetzte Rettungskräfte:

Feuerwehren:
FF Stadt Herzogenaurach mit ELW, HLF 20/16, RW II,
FF Münchaurach mit MZF, LF 8/6,
FF Falkendorf mit MZF, LF 8,
I – Dienst: KBM Matthias Rocca, Pressestelle KFV (Birkner)
THW OV Baiersdorf: Fachberater, GKW 1, Unimog-Kran, MLW V, Luk-OV
Polizei: 1 Streifenwagen PI Herzogenaurach
Sonstige: Tierärztin Frau Andreas Baier (Baiersdorf)

Bericht: Fabian Wedler, Pressesprecher THW OV Baiersdorf www.thw-baiersdorf.de und Thomas Birkner kfv erh pressestelle www.kfv-erh.de